Das Handwerk

Das Papier wurde früher vom 12 - 18. Jahrhundert mit der Hand erzeugt. Als Grundstoff wurde früher Hadern und Lumpen (alte Kleidungsstücke) verwendet.

 

Die erste Form war die des Gießens auf  ein Sieb. Dieses Verfahren wurde nach ca. 245 Jahren durch das Schöpfen aus einer Bütte ersetzt.

 

Dieses Schöpfen ist die eigentliche Kunst der Papierherstellung. Denn nur dieser Vorgang bestimmt wie dick, gleichmäßig und fest der Papierbogen wird.

 

Der Büttgeselle, auch Schöpfer genannt, schöpft in einem Durchgang aus der Bütte  den Faserbrei und bestimmt mit der Menge an Faserbrei und leichtes Rütteln die Dicke des Papiers. Hat sich der Papierbogen gebildet, so nimmt er den Deckel ab und überreicht das Papiersieb den ,,Gautscher".

 

Dieser drückt den Papierbogen auf einen Filz ab und legt auf den Bogen einen weiteren Filz. Dies wiederholt er so lange, bis ein Stoß von 181 Papierbogen und 182 Filzen fertig ist.

 

Diesen Stoß nennt man ,,Pauscht". Der Pauscht wird gepresst und danach das Papier auf gewachsten Leinenseilen zum Trocknen aufgehängt.

 

Anschließend wird durch Glätten und Leimen das Papier für spezielle Anforderungen behandelt. Das Handgeschöpfte Papier hat durch seine handwerkliche Herstellung einen hohen Qualitätsstand.